SoundGuardian Abmahnung Österreich | Was tun? Anwältin hilft

SoundGuardian Abmahnung Österreich

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SoundGuardian Abmahnung Österreich: Was tun wenn Sie Post wegen Musik auf TikTok oder Instagram erhalten?

Ein Brief liegt im Briefkasten oder eine E-Mail trifft ein, die Sie erst einmal sprachlos macht. Die SoundGuardian GmbH aus Frankfurt wirft Ihnen vor, in einem TikTok-Video oder Instagram-Reel einen Song verwendet zu haben für den Sie keine ausreichende Lizenz hatten, und fordert dafür mehrere hundert bis mehrere tausend Euro. Viele Betroffene in Österreich zahlen in einem solchen Fall voreilig oder ignorieren das Schreiben. Beides kann ein schwerer Fehler sein. Eine SoundGuardian Abmahnung Österreich ist ernst zu nehmen, aber nicht jede Forderung ist berechtigt. Wer richtig vorgeht, kann die Forderung reduzieren oder vollständig abzuwehren.

Was ist SoundGuardian — und warum erhalten Österreicher diese Schreiben?

Die SoundGuardian GmbH (Frankfurt am Main) tritt 2026 verstärkt als Anspruchstellerin im Bereich Musikrechte in sozialen Netzwerken auf. Das Unternehmen behauptet, Exklusivrechte an bestimmten Tonaufnahmen zu besitzen, und geht gegen Nutzer vor die diese Titel ohne ausreichende Lizenz in Videos auf TikTok, Instagram, Facebook oder YouTube verwendet haben sollen. Immer mehr Kleinunternehmer und Mittelständer erhalten aktuell unerfreuliche Post von Rechteinhabern wie der SoundGuardian GmbH, weil sie in den sozialen Medien kurze Videoclips veröffentlichen in denen urheberrechtlich geschützte Musik zu hören ist.

Die Schreiben kommen per Post und kündigen bei Nichtreaktion gerichtliche Schritte an, Mahnverfahren, einstweilige Verfügungen und Klagen auf Unterlassung und Schadenersatz. Das Ignorieren einer Abmahnung der SoundGuardian GmbH kann schwerwiegende Folgen haben. Es drohen gerichtliche Verfahren — etwa Mahnklagen oder Klagen auf Unterlassung und Zahlung. SoundGuardian schreckt auch vor Klagen vor österreichischen Gerichten nicht zurück.

Welche Musiktitel sind betroffen und wie hoch sind die Forderungen?

Die SoundGuardian Abmahnung Österreich betrifft in der Regel bekannte Dance- und Poptitel. Häufig betroffen sind Titel wie „Fire" (Scooter), „Popcorn (Rework)", „Light", „Run Away" oder „Never Let Me Down". Aktuell (August 2026) geht es auch um Titel wie „Push Up", „Pump It Up", „Wonderful Life" sowie „Sunset in Dubai". Weitere Titel aus früheren Abmahnwellen: „Ma Cherie", „Body", „Mein kleines Herz", „3 Haselnüsse", „Freed from Desire", „We Are Young", „Ich und Du", „For You", „Perfect (Exceeder)" und „Ab geht die Post".

Die geforderten Beträge variieren stark:

  • Einzelner Song, ein Video: typischerweise 500 bis 2.000 Euro
  • Mehrere Songs, mehrere Videos: 3.000 bis 8.000 Euro
  • Extremfall: Ein Betroffener erhielt gleich 7 Abmahnschreiben und soll insgesamt 14.300 Euro an SoundGuardian zahlen — der bislang höchste bekannte Fall.

Was kann geprüft und eingewendet werden?

Nicht jede SoundGuardian Abmahnung Österreich ist berechtigt. Es gibt mehrere Ansatzpunkte die rechtlich geprüft werden müssen:

  • Besitzt SoundGuardian tatsächlich wirksame Exklusivrechte? Das ist der entscheidende Punkt. SoundGuardian behauptet Exklusivrechte an den betroffenen Tonaufnahmen zu besitzen — aber ob diese Rechte tatsächlich wirksam erworben wurden, ob sie die konkrete Nutzungsart umfassen und ob sie für den österreichischen Markt gelten, muss im Einzelfall geprüft werden. Ohne wirksame Rechte gibt es keinen Anspruch.
  • Deckt die Plattformlizenz die Nutzung ab? TikTok und Instagram stellen ihren Nutzern Musikbibliotheken zur Verfügung. Ein entscheidender Punkt ist dabei die Frage, ob tatsächlich eine gewerbliche Nutzung vorliegt, da SoundGuardian argumentiert die Plattformlizenzen würden eine gewerbliche Nutzung nicht abdecken. Ob Ihr Account tatsächlich als gewerblich einzustufen ist oder ob die Plattformlizenz ausreicht, ist häufig streitig.
  • Liegt überhaupt eine Urheberrechtsverletzung nach österreichischem Recht vor? Nach § 74 UrhG (österreichisches Urheberrechtsgesetz) sind Tonaufnahmen schutzfähig — aber nur wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Das Schutzniveau und die Rechteübertragung müssen konkret nachgewiesen werden.
  • Ist das Schreiben eine echte Abmahnung oder eine Berechtigungsanfrage? Bei einer Abmahnung wird ein konkreter Verstoß vorgeworfen. Bei einer Berechtigungsanfrage hingegen wird zunächst gefragt, ob eine Berechtigung für die Nutzung vorhanden ist — sie ist damit eine Art Vorstufe zu einer Abmahnung. Die rechtliche Einordnung bestimmt welche Reaktion erforderlich ist und welche Fristen gelten.
  • Ist die Forderungshöhe angemessen? Selbst wenn eine Rechtsverletzung vorliegt, kann die geforderte Summe überhöht sein. Die Berechnung des Lizenzschadens muss nachvollziehbar und marktüblich sein.
  • Sind Fristen und Formalvoraussetzungen eingehalten? Eine Abmahnung muss bestimmte formale Anforderungen erfüllen. Fehler in der Abmahnung können ihre Wirksamkeit beeinflussen.

„Wer ein Schreiben von SoundGuardian erhält, sollte weder in Panik verfallen noch es ignorieren. Die Forderungen sind oft deutlich höher als das was tatsächlich berechtigt ist — und in vielen Fällen lassen sie sich erheblich reduzieren oder vollständig abwehren. Entscheidend ist eine rasche rechtliche Prüfung bevor irgendetwas unterschrieben oder bezahlt wird."

— Sabrina Meindlhumer, Rechtsanwältin in Wien

Was tun wenn es zur Klage kommt?

Reagiert man auf das SoundGuardian-Schreiben nicht oder zahlt nicht, drohen gerichtliche Schritte. Was im Klagefall zu tun ist:

  • Sofort anwaltliche Vertretung sicherstellen: Im gerichtlichen Verfahren vor österreichischen Gerichten besteht Anwaltspflicht. Wer ohne Anwalt antwortet oder gar nicht antwortet, verliert das Verfahren automatisch durch Versäumungsurteil.
  • Klage sorgfältig prüfen lassen: Enthält die Klage alle notwendigen Behauptungen und Beweise? Sind Klagsfristen und Formalvoraussetzungen eingehalten? Eine unzureichend begründete Klage kann abgewiesen werden.
  • Eigene Nachweise sichern: Welches Video wurde veröffentlicht, wann, auf welcher Plattform? Welche Musikfunktion der Plattform wurde verwendet? Diese Informationen sind für die Verteidigung entscheidend.
  • Vergleich als Option prüfen: In vielen Fällen sind außergerichtliche Vergleiche mit deutlich reduzierten Beträgen möglich. Eine kluge Vergleichsstrategie kann teurer sein als die ursprüngliche Forderung zu riskieren — oder günstiger. Das hängt von den konkreten Umständen ab.
  • Gegenforderungen und Prozesskostenrisiko abwägen: Im österreichischen Zivilprozess trägt die unterliegende Partei die Kosten. Eine fundierte Einschätzung der Erfolgsaussichten ist vor jeder Entscheidung unerlässlich.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

  • Nicht voreilig zahlen: Eine Zahlung kann als Anerkennung des Anspruchs gewertet werden — und schützt Sie nicht vor weiteren Forderungen für andere Videos
  • Keine Unterlassungserklärung unterschreiben ohne rechtliche Prüfung: Eine unterschriebene Unterlassungserklärung bindet Sie auf Jahre. Bei jedem weiteren Verstoß drohen Vertragsstrafen. Inhalte und Formulierung müssen vorher genau geprüft werden
  • Nicht ignorieren: Das Schreiben einfach liegen zu lassen ist keine Strategie. Fristen laufen ab, und SoundGuardian leitet bei Nichtreaktion gerichtliche Schritte ein
  • Keinen direkten Kontakt mit SoundGuardian aufnehmen: Unbedachte Aussagen können im Verfahren gegen Sie verwendet werden

Ich prüfe Ihre SoundGuardian-Abmahnung — von der Prüfung bis zur Klage

Eine SoundGuardian Abmahnung Österreich ist kein Grund zur Panik — aber ein Grund zum Handeln. Ich prüfe Ihr Schreiben auf Berechtigung, Vollständigkeit und die Höhe der Forderung, und entwickle gemeinsam mit Ihnen die beste Strategie. Das umfasst:

  • Rechtliche Einordnung des Schreibens: Abmahnung, Berechtigungsanfrage oder Nachlizenzierungsaufforderung — die Einordnung bestimmt welche Reaktion erforderlich ist
  • Prüfung ob SoundGuardian wirksame Rechte besitzt: Nicht jede Behauptung von Exklusivrechten ist korrekt. Ich prüfe ob die Forderung überhaupt berechtigt ist
  • Prüfung der Plattformlizenz: Ich prüfe ob Ihre Nutzung durch die Lizenzbedingungen von TikTok oder Instagram abgedeckt war
  • Verhandlung der Forderungshöhe: Falls eine Verletzung vorliegt, verhandle ich die Forderung auf ein angemessenes Maß herunter
  • Vertretung im Klagefall: Falls SoundGuardian klagt, vertrete ich Sie vor österreichischen Gerichten — mit fundierter Kenntnis der aktuellen Rechtslage

Als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Digitalrecht und IT-Recht kenne ich die SoundGuardian-Schreiben und die österreichische Rechtslage zu Musiklizenzen auf Social Media genau. Handeln Sie schnell — die Fristen in diesen Schreiben sind kurz.

Fazit: Schutz vor teuren Fehlern durch schnelles Handeln

Die SoundGuardian Abmahnung Österreich ist ein ernstes Thema das seit 2025 immer mehr österreichische Unternehmer und Selbstständige betrifft. Die Forderungen sind hoch, die Fristen kurz und nicht jede Forderung ist berechtigt. Wer voreilig zahlt oder das Schreiben ignoriert, macht einen teuren Fehler. Wer sich rechtlich beraten lässt, hat gute Chancen die Situation deutlich günstiger zu lösen als auf den ersten Blick erscheint.

Jetzt handeln — bevor es zu spät ist.

Ich prüfe Ihren Fall noch heute und erarbeite mit Ihnen die richtige rechtliche Strategie — kurzfristig und zielgerichtet.

📞 +43 676 33 52 55 7  ·  ✉️ office@meinlaw.at

ip recht it recht

Sabrina Meindlhumer

Ich bin Rechtsanwältin in Wien und spezialisiere mich auf Digitalrecht, IT-Recht und Plattformrecht. Ich helfe Unternehmen dabei, sich in der digitalen Welt rechtssicher zu bewegen und Angriffe auf ihr Business erfolgreich abzuwehren.

Dieser Blogbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

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